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Kehrichtheizkraftwerk

Saubere Energie aus dem Limmattal

Bis Ende des 19. Jahrhunderts wüteten Typhus und Cholera im Grossraum Zürich. Tödliche Krankheiten und mangelnde Hygiene sind der ursprüngliche Grund für die moderne Kehrichtverwertung: Das Verbrennen von Abfall verhindert Epidemien und macht Müllberge überflüssig, die zum Himmel stinken.

Anlagenbroschüre

Verständlich und illustriert: Folgen Sie dem Abfall auf seinem Weg durch die thermische Verwertung. Bestellen Sie die informative Broschüre unter info@limeco.ch

Verschmutzten die Kehrichtverbrennungsanlagen von früher die Luft, sind die Kehrichtheizkraftwerke von heute wichtiger Teil der Recyclingkette und echte Ökokraftwerke: Ihr Schadstoffausstoss ist 100-mal kleiner als in den 1980er Jahren, sie gewinnen CO2-neutralen Strom, produzieren klimaschützende Fernwärme und liefern die Schlacke in Aufbereitungsanlagen, die kostbare Rohstoffe wie Eisen, Bunt- und Edelmetalle zurückgewinnen – das ist umweltschonender und oft ergiebiger als das Schürfen in der Mine.

Strom deckt Bedarf von 18 500 Haushalten

Ihr Hauskehricht gilt zu einem grossen Teil als erneuerbare Energiequelle. Denn mehr als die Hälfte von dem, was Sie in den Gebührensack stecken, ist Bioabfall und besteht aus nachwachsenden Rohstoffen. Deshalb ist das Kehrichtheizkraftwerk von Limeco mit dem Label «naturemade basic» zertifiziert, dem Schweizer Qualitätszeichen für ökologisch produzierte Energie. Der umweltfreundliche Strom kann den Bedarf von rund 18 500 Haushalten decken, die klimaschützende Fernwärme über 2000 Wohnungen heizen.

Kein Rauch, sondern Dampf: Was oben rauskommt, besteht zu 99% aus Wasser.

Trockenaustrag

Zivilisationsressourcen nutzen statt natürliche Vorkommen ausbeuten: Dank Urban Mining wird Abfall sowohl zur Energie- als auch zur Rohstoffquelle. Denn eine Tonne Kehricht liefert gleich viel Energie wie 300 Liter Heizöl, besteht aus 200 Kilo Mineralien und enthält 30 Kilo Metalle. Eisen, Aluminium, Kupfer und sogar Edelmetalle sind in der Schlacke gebunden, nachdem sie sich im Wasserbad schockartig abgekühlt hat. Nachteilig am gängigen Nassaustrag: Oxidation und Verklumpen erschweren die Rückgewinnung und senken die Recyclingqualität.

Besser lassen sich die Wertstoffe zurückgewinnen, wenn die Schlacke langsam abkühlt. Das sogenannte Thermorecycling mit Trockenaustrag hat einen hohen Wirkungsgrad: 9 von 10 Kilo Metall lassen in guter Qualität zurückgewinnen. Da dies in einem einzigen Schritt und ohne zusätzliche Emissionen passiert, ist das Verfahren vielfach umweltschonender als das Recycling via Separatsammlung. Auch wirtschaftlich ist das Potenzial gross: Die Feinschlacke kann einen ähnlich hohen Kupfer- und Goldanteil haben wie abbauwürdiges Erz.

Das Zentrum für nachhaltige Abfall- und Ressourcennutzung (ZAR) in Hinwil forscht an Methoden, wie die Material- und Energienutzung erhöht und die Notwendigkeit von Deponielösungen gesenkt werden kann. Als Mitglied des Zürcher Abfallverwertungs-Verbunds ZAV unterstützt Limeco das ZAR als Donatorin. Das gemeinsame Ziel ist eine zentrale kantonale Schlackenaufbereitungsanlage.

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